Wenn Geld zu ungekühltem Gemüse wird – Oder: Was ist eigentlich Inflation?

Richtig gute, vertrauensvolle Berater werden manchmal mit schockierenden Wahrheiten konfrontiert. So erlebte ich vor gar nicht allzu langer Zeit eine sehr interessierte und daher auch aufrichtig nachfragende Klientin, die folgende Verständnisfrage von mir als Finanzexperten beantwortet sehen wollte:

„Herr Schlingelhof, alle warnen vor der Inflation und sprechen davon, dass meine Kaufkraft sinkt und ich mein Geld beschützen sollte, aber was zum Geier meinen die damit? Inflation ist doch im Grunde wenn mein Geld im Wert sinkt, also wie eine Honigmelone, die man aufgeschnitten auf dem Fensterbrett vergisst. Mit jeder ungekühlten Stunde verliert sie an Geschmack und Ästhetik und somit an Wert. Aber soll ich jetzt mein Geld in den Kühlschrank legen und bis an die Zähne bewaffnet beschützen?“

Vergessen Sie den Kühlschrank und entdecken Sie Ihre Möglichkeiten!

Im Grunde hat die junge Frau Recht: Inflation ist nichts anderes als eine Entwertung unseres Geldes. Das heißt nicht, dass ein Euro plötzlich nur noch 70 Cent wert ist, sondern dass ich im Zuge der Inflation immer weniger „Gegenleistung“ für meinen Euro bekomme. Infrage kommende Ursachen für solch eine Entwicklung gibt es viele, aktuell beziehen sich die „Warner“ auf die immens steigenden Preise. Ein Stück Butter ist beispielsweise im Laufe des Jahres 2013 um mehr als 30 % teurer geworden.

Etwas vereinfacht erklärt: Das Problem entsteht durch die Kombination aus steigenden Preisen bei gleich bleibenden Gehältern. Die Folge? Die Kaufkraft sinkt! Für unsere junge Dame bedeutet das also, dass sie weiterhin genauso viel arbeiten muss und dasselbe verdient, allerdings mehr Geld braucht, um ihren Lebensstandart zu halten. Weil wir alle jedoch kaum Einfluss auf die Inflationsrate haben, liegt die Kunst für Normalsterbliche darin, intelligent mit dem eigenen Geld umzugehen und schlau zu investieren, zum Beispiel in Werte wie Immobilien, die der Inflation nicht unterliegen. Aber das, ist wieder eine andere Geschichte.

[EXPERTENTIPP:

Oft werde ich gefragt, wann der richtige Zeitpunkt ist zu investieren. Grundsätzlich empfehle ich jedem Angestellten ein bis drei Nettogehälter und jedem Selbstständigen eine Rücklage für die Steuer, Urlaub und Verdienstausfall u.a. durch Krankheit mit monatlichen Sparraten auf einer attraktiven Alternative – zum Sparbuch – zu sparen. Danach können Sie langsam anfangen zu investieren und Renditen zu schaffen.]

Wie schützen Sie sich vor dem inflationären Verlust Ihres Geldes, lassen Sie uns mit einem Kommentar an Ihren Erfahrungen teilhaben!

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Von |2018-12-13T13:10:42+00:009. April 2014|Allgemein|

Ein Kommentar

  1. Unsere Liebe zum Sparbuch 21. Mai 2014 um 6:59 Uhr - Antworten

    […] Sparzins für die allermeisten Sparbücher im Moment bei weit unter 0,5 (!) Prozentpunkten liegt, steigt die jährliche Teuerungsrate um glatt ein Prozent. Selbst ohne eine Versteuerung bleibt so, ein sattes Minus am Ende des Jahres. Etwas überspitzt […]

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