Rentenreform

Alles, was du über deine Rente wissen solltest

Rente in Deutschland

Ein lächelndes Strichmännchen in einem grünen Hemd mit der Aufschrift 100 hält ein großes gelbes Schild hoch, auf dem "Rente in Deutschland" steht.

Warum benötigt es eine Rentenreform?

Demografischer Wandel & Renteneintritt der Babyboomer: Die geburtenstarken Jahrgänge (Babyboomer) gehen in den kommenden Jahren in den Ruhestand. Das bedeutet, dass immer mehr Rentenempfänger von einer kleiner werdenden Gruppe von Beitragszahlern finanziert werden müssen. Es ist eine Tatsache: Das Verhältnis von Beitragszahlern zu Rentenempfängern hat sich von 6:1 (1960er) auf geschätzte 1,3:1 (2050) verschlechtert.

Steigende Lebenserwartung: Die Menschen leben länger und beziehen ihre Rente daher über einen längeren Zeitraum. Das führt dazu, dass die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung steigen, da die Rentenbezugszeiten nicht mehr im richtigen Verhältnis zur Beitragszeit stehen.

Finanzielle Stabilität & drohende Beitragssatzexplosion: Ohne Reformen werden die Beiträge zur Rentenversicherung für Arbeitnehmer und Arbeitgeber stark steigen müssen, um das Rentenniveau zu halten. Prognosen zufolge wird der Rentenversicherungsbeitrag bis 2070 auf über 22 Prozent steigen. Schon heute wird die gesetzliche Rente mit über 120 Milliarden aus Steuermitteln bezuschusst.

Die Rente ist sicher: Die Bundesregierung hat das Rentenniveau im Rahmen des Rentenpakets II auf 48 % festgeschrieben, um die gesetzliche Rente als verlässliche Säule der Alterssicherung zu stabilisieren. Das kostet richtig Geld.

Altersarmut muss vermieden werden! Trotz Anpassungen steigt das Risiko der Altersarmut. Insbesondere Teilzeitarbeit, Niedriglohnphasen oder Erziehungszeiten sind die Hauptgründe.

Was wurde in der Rentenreform beschlossen?

Die Rentenreform steht an und viele fragen sich, was das für uns für dich bedeutet. Im Grunde sollen die Änderungen dafür sorgen, dass unsere Renten in Zukunft stabiler sind. Auch wenn es ein wenig kompliziert aussieht, wird es wichtig sein, die Details im Auge zu behalten. Es könnte sich lohnen, sich frühzeitig darüber zu informieren, um später keine Überraschungen zu erleben!

Übersicht im Vergleich Riester-Rente und Altersvorsorgedepot

Vergleich Riesterrente Altersvorsorgedepot
Zulage Erwachsener 175 €

Grundzulage bis 1.200 € Eigenbeitrag
sind es 30% = max. 360 €

ab 2029 35% = max. 420 €

 Zusatz-Grundzulage: + weitere 600 €
20% = max. 120 €

Zulage Kinder bis 2008 185 € 25 % auf Eigenbetrag
max. 300 €
Zulage Kinder ab 2008 300 €
Mindesteigenbeitrag 4 % des Bruttovorjahreseinkommens
(minus Zulagen)
120 €
Maximalbeitrag 2.100 € minus Zulagen 6.840 €
Sockelbeitrag 60 € kein
Berufseinsteigerbonus vor 25 Jahre 200 € 200 €
Kapitalgarantie ja wählbar
Günstigerprüfung*1 ja ja
Wechselmöglichkeit ja ja
Bestandsschutz ja
neue Förderung ab 2027*2 ja
Welche Lösungen gibt es? Bank- und Versicherungslösung folgt

 

*1 Das Altersvorsorge-Depot bietet neben den direkten Zulagen auch einen steuerlichen Vorteil. Gib im Rahmen der Einkommensteuererklärung an, welche Summe im vergangenen Jahr in dein Altersvorsorgedepot geflossen ist. Das Finanzamt berechnet automatisch per Günstigerprüfung, ob die direkten Zulagen oder der Abzug der Beiträge als Sonderausgaben für dich vorteilhafter sind. Dieser Effekt ist besonders für Gutverdiener von großem Interesse: Wenn die Beiträge steuerlich geltend gemacht werden, sinkt das zu versteuernde Einkommen. Das führt zu einer spürbaren Steuererstattung.

*2 Alternativ kannst du durch Erklärung gegenüber gegenüber deinem Anbieter auch mit deinem bestehenden Riester-Vertrag unter Beibehaltung der sonstigen Konditionen nur in die neue steuerliche Förderung wechseln.